Russland setzt Devisenkäufe zwecks Rubel-Stützung aus

Die russische Notenbank setzt in den kommenden Wochen ihre Fremdwährungskäufe aus, um die Talfahrt der Landeswährung Rubel abzubremsen. Bis Ende September würden keine Devisenkäufe mehr getätigt, teilte die Zentralbank am Donnerstag in Moskau mit. Mit dem Schritt sollen die Kursschwankungen an den Finanzmärkten reduziert werden. Eine Entscheidung über die Wiederaufnahme der Käufe erfolge im Laufe des Septembers, so die Notenbank.
23.08.2018 15:03

Auslöser des Kaufstopps ist der Sinkflug des Rubel in den vergangenen Wochen. Zuletzt war er gegenüber dem amerikanischen Dollar auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren gefallen. Grund ist die Erwartung weiterer Wirtschaftssanktionen gegen Russland durch die USA.

In einer ersten Reaktion auf den Kaufstopp der Notenbank konnte sich der Rubel etwas festigen. Die Notenbank Russlands erwirbt seit längerem Devisen wie US-Dollar, um Russland gegen Preisschwankungen am Rohölmarkt abzusichern. Rohöl ist mit Erdgas das mit Abstand wichtigste Exportprodukt Russlands./bgf/jsl/jha/

(AWP)