Schäuble für Lösung zu Griechenland-Hilfen

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hofft auf eine Einigung über weitere Hilfen für Griechenland. "Ich bin immer noch dafür, dass wir eine Lösung finden - zumindest eine politische Lösung am 22. Mai", sagte Schäuble am Freitag im italienischen Bari vor Beratungen der Finanzminister und Notenbankchefs der G7-Gruppe der wichtigsten westlichen Industrieländer. Grundlage seien nach wie vor die Vereinbarungen der Euro-Gruppe vom Mai 2016, betonte Schäuble.
12.05.2017 09:43

Danach soll unter anderem über mögliche weitere Schuldenerleichterungen für Griechenland nach Abschluss des laufenden Hilfsprogramms im Sommer 2018 entschieden werden. Die Euro-Gruppe kommt am 22. Mai zu neuen Beratungen zusammen.

Vertreter der Euro-Länder sowie der Geldgeber-Institutionen waren nach Angaben Schäubles bereits vor dem offiziellen G7-Treffen in Bari zu Beratungen zusammengekommen. "Ich habe schon heute Nacht Gespräche zu Griechenland geführt", sagte der Finanzminister. Aber dies seien informelle Gespräche, wie sie bei solchen Treffen geführt würden.

In Bari wollte die sogenannte Washington-Gruppe, zu der die grösseren Euro-Länder sowie die Geldgeber-Institutionen gehören, vertraulich über mögliche weitere Schuldenerleichterungen beraten. Dabei geht es sowohl um Vorgaben für Athen für Haushaltsüberschüsse als auch Vorschläge, um die Schuldenlast Griechenlands weiter zu drücken. Die Vereinbarungen der Euro-Gruppe vom Mai 2016 sollen "konkretisiert" werden.

Darauf pocht der IWF als Bedingung, um sich am dritten Rettungspaket für Griechenland zu beteiligen. In Bari werden noch keine endgültigen Entscheidungen erwartet./sl/DP/stb

(AWP)