Schwedens Notenbank: Leitzins bleibt bis mindestens Anfang 2018 negativ

STOCKHOLM (awp international) - In Schweden bleibt die Geldpolitik für einen längeren Zeitraum extrem locker. Der Leitzins werde nicht vor Anfang 2018 angehoben, teilte die Schwedische Reichsbank am Donnerstag mit. Ausserdem beliess die Zentralbank den Leitzins, den sogenannten Repo-Satz, weiter auf dem Rekordtief von minus 0,5 Prozent. Experten hatten dies erwartet.
27.10.2016 10:02

Der Leitzins werde damit für sechs Monate länger auf dem Rekordtief bleiben als zuletzt im September prognostiziert, hiess es weiter in der Mitteilung. Ausserdem habe sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Leitzins noch tiefer in den negativen Bereich gesenkt werde.

Jüngste Prognosen von Experten hätten gezeigt, dass es länger dauern wird, das anvisierte Inflationsziel von zwei Prozent zu erreichen, als bisher gedacht. Es brauche nach wie vor eine extrem lockere Geldpolitik, um die Teuerung anzuschieben, teilte die Notenbank weiter mit. Die Reichsbank sei ausserdem darauf vorbereitet, das Volumen der Anleihekäufe beim nächsten Treffen des geldpolitischen Rates im Dezember auszuweiten./jkr/fbr

(AWP)