Schwedische Notenbank tastet Leitzins nicht an

Die schwedische Notenbank hat ihren Leitzins wie erwartet nicht angetastet. Der sogenannte Repo-Satz bleibe auf dem Rekordtief von minus 0,5 Prozent, teilte die schwedische Reichsbank am Mittwoch in Stockholm mit. Seit Anfang 2016 liegt der Leitzins auf dem Rekordtief.
15.02.2017 10:34

Wie die Notenbank weiter mitteilte, ist frühestens ab Anfang 2018 mit einer Zinserhöhung in Schweden zu rechnen. Die Zinsen dürften ab diesem Zeitpunkt nur langsam ansteigen, hiess es weiter.

In den Reihen der Notenbanker wachsen laut der Mitteilung mittlerweile die Bedenken, dass die extrem lockere Geldpolitik zu einer Preisblase auf dem Häusermarkt führen könnte. Ausserdem reduziere das Kaufprogramm von Wertpapieren die Liquidität am Markt für Staatsanleihen.

Ausserdem warnte die Notenbank, dass die Aufwertung der schwedischen Krone seit November den Anstieg der Inflation bremsen könnte. In Schweden lag die Inflationsrate zuletzt im Dezember bei 1,7 Prozent. Seit den geldpolitischen Beschlüssen im Dezember habe die Krone stärker als erwartet an Wert gewonnen, hiess es. Im Vormittagshandel reagierte die Krone mit leichten Kursverlusten auf die Mitteilung der Notenbank.

Im Dezember hatte die Reichsbank beschlossen, im ersten Halbjahr 2017 zusätzliche öffentliche Wertpapiere im Wert von 30 Milliarden schwedische Kronen zu kaufen (etwa 3,2 Milliarden Euro)./jkr/jsl/stb

(AWP)