Schweiz bleibt laut Investoren für Immobilien-Investitionen attraktiv

Laut dem Trendbarometer von Ernst & Young bleibt der Standort Schweiz für Immobilieninvestments attraktiv. Von den fünfzig Befragten stuften 90% den Immobilienmarkt als attraktiv oder sogar sehr attraktiv ein. Dies entspricht lediglich einem minimalen Rückgang gegenüber der Vorjahresumfrage. Rund drei Viertel gaben zudem an, dass sie die Schweiz auch im direkten Vergleich mit anderen europäischen Ländern bevorzugen, heisst es in einer Medienmitteilung vom Montag.
16.01.2017 08:55

Die Entwicklung der Mikromärkte zeigt sich dabei laut Studie unterschiedlich. Bei den Büroliegenschaften an 1A-Standorten gehen über die Hälfte der Inverstoren von stabilen Preisen für das Jahr 2017 aus, 27% erwarten sinkende Preise, während 20% mit einem Preisanstieg rechnen. Für 1B-Standorte wird grösstenteils von sinkenden Preisen ausgegangen. Das gleiche Bild zeige sich in der Sparte Einzelhandelsimmobilien, so Daniel Zaugg, Partner und Sector Leader Real Estate bei EY Schweiz. Vermieter müssten deswegen Anreize bieten, um Leerstände zu verhindern.

Für den Wohnsektor in der Kategorie 1A-Standorte rechnen 91% der Befragten mit stabilen oder steigenden Preisen. Auch für die 1B-Liegenschaften geht die Mehrheit von stabilen Preisen im Jahr 2017 aus. Der Trend der Investoren verschiebe sich dabei immer mehr vom Hochpreissegment in Richtung bezahlbaren Wohnraum.

DÜSTERE ZUKUNFT FÜR HOTEL-IMMOBILIEN AN PERIOPERIE

Eine weiterhin düstere Zukunft prognostizieren die Teilnehmer der Umfrage Hotelimmobilien mit Peripherie-Standorten. 78% erwarten hier einen Preiszerfall. Auch auf Grund des starken Frankens habe aber auch das Luxussegment der Hotellerie, unabhängig vom Standort, einen schweren Stand, heisst es weiter. Chancen auf gute Renditen hätten dagegen innovative und urbanorientierte Player im mittleren Preissegment.

Der Standort Zürich bleibt unverändert die Nummer Eins unter den Investoren in Immobilienanlagen. Dahinter liegen Genf und Basel. Während die Nachfrage in Bern, Luzern und St. Gallen im Jahr 2016 leicht gesunken ist, konnte Lausanne um rund 3% zulegen. Im Investmentfokus für 2017 stehen laut den Befragten die Standorte Zürich und Luzern.

Beinahe 90% der Befragte bejahten die Aussage, dass der demographische Wandel den Immobilienmarkt in Zukunft massgeblich beeinflussen werde, heisst es in der Mitteilung weiter. Daneben werden auch die zukünftige Zinsentwicklung, politische Instabilitäten, die Urbanisierung und die Digitalisierung als relevante Trends betrachtet. Vor allem die steigenden Zinsen kurz vor Jahresende hätten den Immobilienmarkt verunsichert, so Zaugg.

yl/uh

(AWP)