Schweiz laut Eurostat im Tourismusjahr 2016 bei den wenigen Verlierern

Der europäische Tourismus blickt auf ein neues Rekordjahr zurück. Rückschläge bei den Hotelübernachtungen gab es nur in vier Ländern, in Frankreich, Grossbritannien, Malta - und der Schweiz.
24.01.2017 15:13

Die Statistikbehörde Eurostat geht für die Schweiz im Jahr 2016 von einem Rückgang der Logiernächte von einem halben% auf total 35,4 Mio aus. Damit kommt das Land noch glimpflich weg, wie die am Dienstag veröffentlichten Zahlen zeigen. Im terrorgeplagten Frankreich brachen die Übernachtungen um 4,6% ein, in Grossbritannien um 4,5%.

Dass es nicht schlimmer kam, verdankt die hiesige Hotellerie den inländischen Gästen. Gemäss Eurostat legten diese um 1,2% zu, während bei den Übernachtungen ausländischer Gästen ein Minus von 1,9% resultierte. Die Zahlen decken sich weitgehend mit den Daten des Bundesamtes für Statistik für die Monate Januar bis November.

EU-weit stieg die Zahl der Übernachtungen in Hotels und Pensionen letztes Jahr um 2% auf einen neuen Höchststand von 2,8 Milliarden. Die grössten Zunahmen gab es in Bulgarien (+17,9%), der Slowakei (+16%) und Polen (+11,8%). Auch Nachbar Österreich verbuchte mit 4,8% noch ein ansehnliches Plus.

In absoluten Zahlen konnte Spanien seine Spitzenposition mit 454 Mio Übernachtungen und einem Zuwachs von 7,8% gegenüber 2015 ausbauen. Dahinter folgen Frankreich mit 395 Mio Übernachtungen, Italien mit ebenfalls 395 Mio (+0,5%), Deutschland mit 390 Mio (+2,8%) und Grossbritannien mit 292 Mio.

dm

(AWP)