Schweizer Bauern kommen 2017 trotz Frost glimpflich davon

Der Frost hat dem Wein- und Obstbau im April arg zugesetzt. Unter dem Strich kommen die Bauern aber mit einem blauen Auge davon. Dank guten Ernten im Ackerbau bleibt ihnen sogar etwas mehr im Portemonnaie.
03.10.2017 13:02

Gemäss Schätzungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) wird das Nettoeinkommen der Landwirtschaft 2017 um 2,2% auf 3,1 Mrd CHF steigen. So viel verbleibt vom Gesamtertrag von 13,3 Mrd CHF nach Abzug der Produktionskosten.

Gegenüber 2016 steigen die Einnahmen um fast 50 Mio CHF. Die Ausgaben gehen um 20 Mio zurück, wie das BFS am Dienstag mitteilte. Das Einkommen des Sektors entschädigt vorab Arbeit und eingesetztes Kapital der Bauernfamilien. Unverändert stammt gut ein Fünftel des Geldes vom Staat, was 2,9 Mrd CHF entspricht.

EIN DRITTEL MEHR GETREIDE

Gerettet hat das Landwirtschaftsjahr 2017 der Ackerbau. Während der Wert der produzierten Früchte, Trauben und Weine wegen des Frosts um 14% einbrach, dürfte die Getreideernte mit knapp einer Million Tonnen um 34% höher ausfallen. Auch für Ölsaaten, Zuckerrüben und Kartoffeln zeichnen sich gute Erträge ab.

Mit geschätzten 4,2 Mrd CHF liegt der Produktionswert des Pflanzenbaus fast auf dem Niveau des Vorjahres. Auch die tierische Produktion dürfte mit 5 Mrd CHF (+0,6%) nur wenig zunehmen. Die Situation auf dem Milchmarkt hat sich gemäss BFS etwas entspannt. Der Wert der Milchproduktion wird mit 2,1 Mrd CHF veranschlagt (+1,1%).

(AWP)