Schweizer Baukonjunktur steigt im dritten Quartal - Bauindex auf Rekordhoch

Zürich (awp) - Die Schweizer Bauwirtschaft hat im dritten Quartal 2016 einen erneuten Anstieg verzeichnet. Der von der Credit Suisse und dem Schweizerischen Baumeisterverband (SBV) vierteljährlich erhobene Bauindex legte im Vergleich zum zweiten Quartal um 9 Punkte auf rekordhohe 144 Punkte zu und zeige damit eine Beschleunigung der Aufwärtstendenz, heisst in der Mitteilung vom Mittwoch.
31.08.2016 09:47

Die erwarteten saisonbereinigten Umsätze des Bauhauptgewerbes liegen damit deutlich über dem Vorquartal (+6,7%). Das Wachstum wird vom Tief- (+3,0%), noch stärker aber vom Hochbau (+10,6%) getragen, heisst es weiter.

Wohnungsbau und Wirtschaftsbau hätten sich deutlich erholt und seien ausschlaggebend für die Beschleunigung der Hochbaukonjunktur, heisst es. Auch bei den Umsätzen der Unternehmen des Ausbaugewerbes dürfte sich eine Bodenbildung einstellen.

Als Auslöser für das Wiedererstarken des Hochbaus wird die Negativzinspolitik gesehen. Trotz der eher negativen Entwicklung der Nachfrage nach Wohnungen und Büroflächen habe diese zu einer höheren Attraktivität von Immobilien als Anlageklasse geführt.

Zurzeit würden viele Projekte realisiert, die unter dem Einfluss der Negativzinsen entstanden oder vorgezogen worden seien, und die auf hohem Niveau stabilen Baugesuche liessen eine rasche Trendwende nicht erwarten. Mittelfristig habe sich jedoch das Risiko einer unsanften Landung des Hochbaus erhöht, heisst es in der Mitteilung weiter.

yr/uh

(AWP)