Schweizer CFO sind laut Deloitte-Umfrage noch optimistischer geworden

Die Schweizer Finanzchefs sind im dritten Quartal noch etwas optimistischer geworden, was die Konjunkturaussichten und die Perspektiven für den eigenen Unternehmenserfolg betrifft. Dies stellt die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte am Dienstag auf Basis ihrer vierteljährlich durchgeführten CFO-Umfrage fest. Diese verzeichne reihenweise Rekordwerte.
14.11.2017 09:30

Von den 114 befragten Chief Financial Officers (CFO) erwarteten in der Umfrage, die vorwiegend im September durchgeführt wurde, 74% eine positive Konjunkturentwicklung in der Schweiz in den nächsten zwölf Monaten (Vorquartal: 71%). Nur 4% waren pessimistisch, während 22% neutral eingestellt waren.

Bei den finanziellen Aussichten des eigenen Unternehmens waren 68% (66%) der Befragten optimistisch. Zuversichtlich waren die CFO dabei vor allem bei der Umsatzprognose, wo 79% (76%) mit einer Zunahme rechneten.

Etwas verbessert haben sich auch die Margenerwartungen: 41% erwarteten höhere Margen, 29% abnehmende und 30% gleichbleibende. In der Folge habe auch der Investitionsappetit markant zugenommen, so Deloitte. So gingen nun 45% der CFO von steigenden Investitionen aus. Diese seien ausserdem mehrheitlich in der Schweiz geplant.

Den gestiegenen Optimismus erklären sich die Berater neben den allgemein positiven Konjunkturaussichten auch mit dem sich abschwächenden Schweizer Franken. Damit sei die positive Stimmung aber auch anfällig für ein mögliches Wiedererstarken der Schweizer Währung.

POSITIVE STIMMUNG AUCH IN EUROPA

Die gleichzeitig auch in anderen europäischen Ländern bei über 1'500 CFO durchgeführte Umfrage zeigt für die meisten Länder eine positive Stimmung an, wie Deloitte weiter schreibt. Von den grossen Volkswirtschaften präsentiere sich Frankreich bei mehreren Kennzahlen als beinahe euphorisch, aber auch Deutschland, Italien oder Spanien wiesen sehr gute Zahlen aus. Eine Ausnahme sei Grossbritannien, wo sich wegen der Unsicherheiten rund um den Brexit die meisten Kennzahlen verschlechtert hätten.

rw/uh

(AWP)