Schweizer Delegation plädiert für strukturelle Reformen

Chengdu (awp/sda) - Für die Schweiz ist der G20-Gipfel zufriedenstellend verlaufen. "Für die Schweiz war es wichtig, ihre Sicht der Dinge vortragen zu können", sagte der stellvertretende Staatssekretär Alexander Karrer vom Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) gegenüber der Nachrichtenagentur sda.
24.07.2016 12:22

Ein wichtiges Thema für die Schweiz am Gipfel war unter anderem die Umsetzung der bereits beschlossenen neuen internationalen Regeln für die Finanzmärkte. Die Vertreter der Schweiz versuchten in dieser Frage vor allem, die Partner zum Nachvollzug des Regelwerks Basel III und der Schweizer "too big to fail"-Regulierung zu bewegen.

Die Schweizer Delegation, zu der auch Bundesrat Ueli Maurer und der Präsident der Schweizerischen Nationalbank Thomas Jordan gehörte, legte laut Karrer dabei den Schwerpunkt darauf, die Wichtigkeit von strukturellen Reformen zu betonen. Denn die Notenbanken seien mit ihrer Geldpolitik an ihre Grenzen gestossen und gewisse Länder hätten in ihrer Fiskalpolitik kaum noch Handlungsspielraum.

Ein weiteres wichtiges Thema war für die Schweizer Delegation die Steuersysteme. Finanzminister Maurer unterstützte in diesem Punkt einen Vorschlag, der zum Ziel hat, Steuersysteme zu etablieren, die die Planbarkeit der Steuereinnahmen und das Wirtschaftswachstum begünstigen.

Schliesslich setzte sich die Delegation für die Vernetzung von Infrastrukturprojekten ein. In diesem Zusammenhang präsentierte sie den eben fertig gestellten Gotthard-Basistunnel.

(AWP)