Schweizer gehen weniger auf Geschäftsreisen

Die Schweizer gehen weniger auf Geschäftsreisen und schnallen zudem den Gürtel enger. Der Verkauf von Flugtickets und Bahnbilleten hat im Jahr nach dem Frankenschock deutlich nachgelassen. Dagegen wurden mehr Mietwagen gebucht.
30.03.2017 16:45

Dies zeigen am Donnerstag veröffentlichte Zahlen der Firma Airplus, die Produkte für das Bezahlen und Abrechnen von Geschäftsreisen anbietet, darunter Kreditkarten. Insgesamt sank die Zahl der verkauften Flugtickets um 4,4%.

Die Schweizer Geschäftsreisenden hätten auch 2016 verstärkt aufs Budget geachtet, nachdem bereits 2015 die Kosten deutlich gesunken waren, teilte die Lufthansa-Tochter Airplus mit. Pro Flugticket wurden im Schnitt noch 852 CHF bezahlt. Das sind 6% weniger als im Vorjahr.

Auch bei den Bahntickets schrumpfte der Durchschnittspreis um 0,7% auf 148 Franken. Zudem wurden 3,5% weniger Bahnbillete gekauft.

WENIGER BUSINESSKLASSE

Grund für die tieferen Flugticketkosten sei einerseits der Preiskampf der Airlines, erklärte der neue Airplus Schweiz-Chef Andy Stehrenberger. Andererseits würden die Geschäftsreisenden weniger Businessklasse, dafür häufiger Economy fliegen.

Zudem stiegen immer mehr Geschäftsreisende auf Billigflieger um. Mittlerweile fliegen 9,9% aller beruflich Reisenden mit Ryanair, Easyjet und Co. Im Vorjahr waren es erst 9,1% gewesen. Die Traditionsfluggesellschaften verloren damit an Boden. Dieser Trend dürfte weitergehen, erklärte Stehrenberger. Knapp drei Viertel aller Geschäftsreisen mit dem Flugzeug fanden innerhalb Europas statt.

Bei den Mietwagen hat indes die Zahl der Buchungen um 13,5% zugenommen. Durchschnittlich kostete ein Mietwagen mit 222 Franken knapp 7% weniger als im Vorjahr.

Die Hotelübernachtungen wurden dagegen um 3,3% auf 463 Franken teurer. Auch hier nahm die Anzahl Buchungen um über 13% zu.

(AWP)