Schweizer Händler verbuchen Wachstum bei Artikeln des täglichen Bedarfs

Der Markt für Produkte des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Hygieneartikel oder Getränke ist in der Schweiz trotz des negativen Ostereffekts im ersten Quartal weiter gewachsen. Der Umsatz erhöhte sich gegenüber der Vorjahresperiode um 1,3%, nachdem bereits im Vorquartal ein Plus von 1,7% verbucht wurde. In Westeuropa entwickelte sich der Markt deutlich schwächer.
01.06.2017 10:21

Die Schweiz scheint sich vom Frankenschock zunehmend zu erholen, wie das Marktforschungsunternehmen Nielsen Schweiz am Mittwoch schreibt. In Europa lag der gewichtete Durchschnitt der Wachstumsraten von insgesamt 21 Ländern nur bei 0,2%.

Das Wachstum in der Schweiz war sowohl auf einen positiven Mengeneffekt (+0,8%) sowie einen Preiseffekt (+0,5%) zurückzuführen. Demgegeüber wurde in Westeuropa eine um 0,7% geringere Menge und um 0,9% höhere Preise verzeichnet.

WESTEUROPA MIT SCHWACHEM WACHSTUM

Insgesamt hat sich der Lebensmittelhandel in Europa im ersten Quartal schwach entwickelt und das geringste Wachstum seit acht Jahren verbucht. Dies sei mit der Lage der Osterfeiertage im April erklärbar, was einen negativen Einfluss auf die Jahresbetrachtung hatte.

Das höchste Wachstum unter den 21 betrachteten Ländern konnte erneut die Türkei mit einem Plus von +11,6% gegenüber dem Vorjahr erreichen, gefolgt von der Slowakei (+3,9%) und Ungarn (+3,4%).

Deutschland und Großbritannien verzeichnen mit -1,5% den stärksten Rückgang. Der überwiegende Teil der "Big 5" in Westeuropa sei damit nur schwach gewachsen. Auch Griechenland entwickelt sich mit -7,3% nach wie vor stark rückläufig. Das grösste Momentum gebe es weiterhin in Osteuropa, Portugal und Spanien.

yr/cf

(AWP)