Schweizer Hotellerie: Logiernächte gehen auch im August zurück

(Ausführliche Fassung)
06.10.2016 12:52

Neuenburg (awp/sda) - Die Sommermonate sind für die Schweizer Hotellerie durchzogen verlaufen. Auch im August liegt die Übernachtungszahl unter Vorjahr. Vor allem Gäste aus Asien haben der Schweiz den Rücken gekehrt.

Insgesamt verbuchte die Hoteliers im August 4,1 Mio Übernachtungen. Das ist 1% weniger als im August 2015. Am stärksten betroffen vom Rückgang sind die Regionen Zürich und Zentralschweiz, während das Tessin und das Wallis bessere Übernachtungszahlen vorweisen.

Bereits im Juni und im Juli gingen die Übernachtungszahlen in der Schweiz um 3,2% respektive 0,4% zurück.

Wie in den beiden Vormonaten liegt der Rückgang im August an den ausländischen Gästen, wie die Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) vom Donnerstag zeigen. Auf ihr Konto gehen noch 2,4 Mio Übernachtungen. Das entspricht einem Rückgang von 2,8%.

EIN VIERTEL WENIGER CHINESEN

Am deutlichsten zeigt sich der Rückgang erneut bei den chinesischen Touristen. Die Zahl ihrer Übernachtungen ging um mehr als ein Viertel (-25,3%) zurück. Gäste aus Asien sind wegen der Terroranschläge und der abgekühlten Konjunktur zurückhaltender geworden mit Reisen nach Europa. Das haben die Experten bereits nach den ersten Einbrüchen im Sommer festgestellt.

Auch Gäste aus den Golfstaaten haben weniger in der Schweiz übernachtet (-11,1%). Hingegen zeigt sich bei den Koreanern ein Plus von 9,3%.

Bei europäischen Touristen geht das deutlichste Plus von 22,2% auf das Konto der Niederländer. Auch die Spanier (+16,2%) und die Deutschen (+1,5%) haben öfter in Schweizer Betten übernachtet. Das Bundesamt für Statistik zählt die Übernachtungen, nicht die Personen.

TREUE SCHWEIZER GÄSTE

Treu waren die inländischen Gäste. Auf ihr Konto gehen 1,7 Mio Übernachtungen, ein Plus von 1,5%. Auch hier dürfte die Angst vor Terroranschlägen eine Rolle gespielt haben, allerdings mit umgekehrtem Vorzeichen.

Kumuliert nach acht Monaten zeigt sich ein ähnliches Bild: Die Übernachtungszahl von inländischen Gästen stieg um 0,8%, während jene der ausländische Gäste um 2,5% zurück ging. Insgesamt zeigt die Statistik 25 Mio Übernachtungen, ein Rückgang von 1% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2015.

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(AWP)