Schweizer Konsumenten zahlen 60% mehr als im EU-Schnitt

In Deutschland lebt es sich günstiger als in den meisten EU-Nachbarstaaten. Schweizer Konsumenten hingegen müssen im europäischen Vergleich am tiefsten in die Tasche greifen.
16.06.2017 11:36

"Lediglich in Polen und der Tschechischen Republik waren die Lebenshaltungskosten niedriger als in Deutschland", teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mit.

Demnach lag das Preisniveau in Deutschland für die privaten Konsumausgaben - von Lebensmitteln bis zu Wohnungsmieten - im vergangenen Jahr zwar um 3,6% über dem Schnitt der Europäischen Union.

Teils viel deutlicher fällt die Differenz jedoch bei den direkten Nachbarn aus, so in Österreich (+6,6%), Frankreich (+8,1%), Belgien (+9,1), den Niederlanden (+11), Luxemburg (+24) und Dänemark (+39).

In osteuropäischen Ländern liegen die Preise dagegen mitunter drastisch unter dem EU-Schnitt. In Polen sind es etwa 47%, in Tschechien 35%.

Teuerstes Pflaster bei den europäischen Staaten ausserhalb der EU ist die Schweiz. Hier mussten die Konsumenten für den Erwerb eines repräsentativen Warenkorbs 62% mehr bezahlen als im EU-Schnitt, gefolgt von Island (+47%) und Norwegen (+40%).

Am unteren Ende liegen Mazedonien (-54%) und Albanien (-51%).

cp/

(AWP)