Schweizer Möbelbranche leidet unter dem Einkaufstourismus

Lausanne (awp/sda) - Der Einkaufstourismus vermiest der Möbelbranche in der Schweiz das Geschäft. Conforama-Schweiz-Chef Bertrand Lefort schätzt den Anstieg der Einkäufe im Ausland im vergangenen Jahr auf 11 Prozent. Der Branche seien so rund 800 Millionen Franken an Einnahmen entgangen.
17.07.2016 12:01

"Die Abschaffung des Mindestkurses war ein echter Schock für die Schweizer Konsumenten", sagte Lefort in einem am Sonntag veröffentlichten Interview in der Westschweizer Zeitung "Le Matin Dimanche". Zugenommen habe das grenzüberschreitende Einkaufen sowohl physisch als auch über das Internet.

Die gesamte Möbelindustrie erzielte 2015 in der Schweiz einen Umsatz von 2,5 Milliarden Franken. Das entspricht einem Rückgang von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Conforama kam auf Einnahmen von 496 Millionen Franken. Das macht den Schweizer Ableger des französischen Mutterkonzerns zur Nummer Drei im Land, hinter Ikea und Möbel Pfister.

Derzeit gibt es in der Schweiz 19 Conforama-Filialen mit mehr als tausend Mitarbeitern in allen Sprachregionen. Fünf weitere sollen gemäss Lefort hinzukommen.

(AWP)