Schweizer Neuwagenverkäufe im Januar leicht gesunken - Allradanteil steigt

(Mit weiteren Angaben und Aussagen des Auto-Schweiz-Direktors ergänzt) - Die Autoverkäufer haben einen leicht holprigen Jahresstart erlebt: Im Januar wurden 19'451 Neuwagen in der Schweiz und in Liechtenstein abgesetzt. Das sind 3,7% weniger als im Vorjahr.
02.02.2017 11:28

Dennoch sei der Januar 2017 im Mehrjahresvergleich ein guter Monat gewesen, sagte der Direktor des Verbandes Auto-Schweiz, Andreas Burgener, am Donnerstag der Nachrichtenagentur sda: "Ich breche da nicht in Panik aus."

Und die Autoverkäufe dürften solide bleiben. Für das Gesamtjahr 2017 rechnet Burgener mit einem Absatz von 305'000 Neuwagen. Damit hält er an der Prognose für das letzte Jahr fest, die allerdings mit 317'318 neuen Personenwagen im 2016 deutlich übertroffen wurde.

Die Schweizer Konjunktur sei robust und das Umfeld stabil, sagte Burgener als Begründung für den guten Absatz, der nun schon seit Jahren anhält. 2010 wurden mit 294'000 letztmals weniger als 300'000 Neuwagen in der Schweiz verkauft. Die politischen Unsicherheiten durch den neuen US-Präsidenten Donald Trump dürften kaum Auswirkungen auf den Schweizer Automarkt haben.

REKORD BEI ALLRADAUTOS

Einen neuen Rekord hat der Anteil der Allradautos in der Schweiz erreicht. 48,9% aller im Januar eingelösten Neuwagen verfügten über Allradantrieb. Bereits im Gesamtjahr 2016 lag der Allradmarktanteil auf einem Rekordniveau von 44,2%.

Der Wintereinbruch Anfang des Jahres könne nur teilweise als Begründung für den hohen Marktanteil angeführt werden, erklärte Burgener: "Natürlich werden bei Neuschnee auch verstärkt Lagerfahrzeuge mit Allrad gekauft." Aber bei Neubestellungen müssen sich die Käufer einige Wochen oder Monate gedulden, je nach Lieferzeit des georderten Modells.

Die Schweiz sei nun mal prädestiniert für Allradfahrzeuge, weshalb man wohl sehr bald einen Allradanteil von über 50% sehen werde, erklärte Burgener. Der Januar sei zudem ein guter Monat für Elektroautos gewesen. Mit 296 Einlösungen schafften sie ein Plus von 28% und erreichten einen Marktanteil von 1,5% nach 1,1% im Vorjahresmonat.

(AWP)