Schweizer nutzen laut Studie vermehrt digitale Geräte beim Einkaufen

Der Einfluss von digitalen Geräten im Schweizer Detailhandel geht laut einer Studie von Deloitte weit über den reinen Onlineverkauf hinaus. Der Anteil stationärer Umsätze, die durch die Nutzung von Smartphone, Tablet oder Laptop beeinflusst werden, ist mit 25,5 Mrd CHF fast viermal so hoch wie der reine Onlineumsatz (6,5 Mrd CHF) selbst, wie die Unternehmensberaterin am Mittwoch mitteilt.
28.06.2017 13:05

Die Studienautoren halten fest, dass der Onlineshop zwar als Verkaufskanal wichtig sei, noch entscheidender sei aber, dass Schweizer Detailhändler auf den Einsatz digitaler Technologien im Offline-Bereich setzen. Denn 83% der Schweizer Konsumenten nutzen laut Studie ihr Smartphone oder ähnliches beim Einkauf. Für über 20% der Konsumenten hätten zudem soziale Medien wie YouTube und Facebook einen mittleren bis grossen Einfluss auf den Kaufentscheid.

Die Geräte kämen vor allem zur Suche nach Informationen wie Preise und Produktvergleiche zum Einsatz. Aber auch die Abgabe von Bewertungen und Terminvereinbarungen zur Abholung stehen dabei im Vordergrund. Die Grenze zwischen Online- und Offline-Kunden verschwimme zusehends, meint Konstantin von Radowitz, Leiter Consumer & Industrial Products bei Deloitte. Das habe zur Folge, dass der Detailhandelsumsatz im Laden ebenfalls stark von digitalen Geräten und Onlinekanälen beeinflusst werde.

Ein Beispiel dafür sei der ROPO-Effekt (research online, purchase offline). Er bezeichnet Kunden, die sich online über ein Produkt informieren und dieses anschliessend im Geschäft kaufen.

sta/tp

(AWP)