Schweizer Städtetourismus litt 2016 weniger als der Bergtourismus

Der Tourismus in Schweizer Städten ist im vergangenen Jahr zwar gewachsen, verlor aber im europäischen Vergleich erneut Marktanteile. Grund dafür ist laut des am Donnerstag veröffentlichten "BAK Topindex" der starke Franken. Der Bergtourismus habe zudem noch stärker unter der für ausländische Touristen teuren Währung gelitten und ist 2016 erneut geschrumpft.
28.09.2017 11:08

Konkret wuchs der hiesige Städtetourismus 2016 laut BAK um 1,3%. Der Fremdenverkehr in den untersuchten europäischen Städten ist dagegen im Durchschnitt um 4,3% gewachsen. Daher hätten die Schweizer Städte im internationalen Vergleich erneut Marktanteile eingebüsst. Derweil mussten die Bergregionen ein Minus von 2,3% hinnehmen.

Im Vergleich unter 15 europäischen Metropolen nimmt Barcelona den ersten Platz ein, gefolgt von Prag und Florenz. Die eidgenössischen Touristendestinationen binden in dieser Rangliste die Schlusslichter im "BAK Topindex". Eine Ausnahme ist die Stadt Genf, die noch vor Freiburg und Stuttgart auf Rang 9 liegt. Aber auch Genf kämpfe mit einer deutlich unterdurchschnittlichen Entwicklung bei den Übernachtungszahlen, platziere sich aber dank einer starken Ertragskraft noch vor Zürich (Rang 12), Lausanne (13), Basel (14) und Bern (15).

Die Studienautoren weisen aber auch darauf hin, dass die Nachfrage im ersten Halbjahr 2017 in allen fünf untersuchten Städten merklich zugenommen habe, was für das laufende Jahr positiv stimme.

sta/ra

(AWP)