Schweizer wollen gemäss EY-Studie mehr für Weihnachtsgeschenke ausgeben

Zürich (awp) - Schweizerinnen und Schweizer zeigen sich im Hinblick auf die bevorstehenden Feiertage konsumfreudiger. Sie wollen laut einer Studie des Beratungsunternehmens EY 7% mehr für Weihnachtsgeschenke ausgeben als noch im Vorjahr. Das entspreche pro Person einem durchschnittlichen Warenewert von 294 CHF, so die Studie "Weihnachtsgeschenke 2016 - Schweiz" vom Donnerstag.
17.11.2016 08:30

Mehr als die Hälfte der Befragten wollen 2016 mehr als 200 CHF in Geschenke investieren. Rund 26% will für dieses Jahr maximal 100 CHF für Weihnachtsgeschenke einsetzen. Aufgrund der Erholung der Schweizer Wirtschaft in den vergangenen Quartalen sei die Mehrheit der Konsumenten trotz anhaltender Unsicherheiten offensichtlich positiver gestimmt, heisst es weiter.

"Der Brexit-Entscheid hat sich beispielsweise nicht in der befürchteten Intensität auf die Finanzmärkte und die Wirtschaft ausgewirkt", so Martin Gröli, Leiter Consumer Products & Retail bei EY Schweiz. Viele Schweizer Konsumenten seien zuversichtlich und gingen von einer steten Konjunkturerholung aus.

BÜCHER UND GUTSCHEINE BELIEBT

In der Rangliste der beliebtesten Geschenke habe sich zum Vorjahr wenig verändert. Bücher liegen demnach weiterhin an erster Stelle, gefolgt von Geschenkgutscheinen und Geldgeschenken. Für die letzten beiden Kategorie rechne man rund einem Viertel Mehrausgaben. Im Schnitt sollen 64 CHF investiert werden. Den stärksten Zuwachs aller Kategorien verzeichnen laut Studie Event- und Veranstaltungsbesuche (+9%). Auf der Negativseite stünden Kleidung und Schmuck mit je einem Minus von 5 Prozentpunkten.

Mehr Weihnachtsgeschenke werden zudem im Ausland erstanden. Zwar kaufen die meisten Konsumenten weiterhin in der Schweiz und dies vorzugsweise im Fachhandel, dennoch habe sich das Kaufverhalten dahingehend verändert, dass bereits 31% der Befragten die Weihnachtseinkäufe im Ausland tätigen. "Der Einkaufstourismus macht leider auch an Weihnachten keine Pause", so Gröli. Er empfehle dem Schweizer Detailhandel, vermehrt auf massgeschneiderte und innovative Angebote zu setzen.

sta/ra

(AWP)