Sieben ehemalige HSBC Schweiz-Verantwortliche im Visier der spanischen Justiz

Die spanische Justiz führt laut Medienberichten eine Untersuchung gegen sieben ehemalige Verantwortliche der HSBC Schweiz. Dabei geht es um die Vorwürfe der Geldwäscherei und der Bildung einer kriminellen Vereinigung, berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Quellen in der Justiz.
05.05.2017 17:27

Gegen die sieben Personen werde bereits seit Januar ermittelt, ohne dass die Öffentlichkeit informiert worden sei. Die Verdächtigten hätten in den Jahren 2006 und 2007 Direktionsposten bei der HSBC Private Bank Schweiz inne gehabt. Darunter seien auch ein ehemaliger Verwaltungsratspräsident sowie zwei Verwaltungsrats-Delegierte.

Die Untersuchungen stützten sich auf die "Falciani-Liste". Diese enthält Daten, die der Informatiker Hervé Falciani im Jahr 2008 bei der in Genf domizilierten Bank gestohlen hatte und soll tausende mutmasslicher Steuersünder enthalten. Die Liste hatte zu Untersuchungen unter anderem in Frankreich, Belgien, Spanien und Argentinien geführt.

Die spanische Justiz verdächtige nun die HSBC der "Kollaboration" mit der Bank Santander und der spanischen Tochter der BNP Paribas mit dem Ziel, Vermögen vor dem spanischen Fiskus zu verstecken. Neben den sieben HSBC-Verantwortlichen wird auch gegen sieben ehemalige Direktionsmitglieder von Santander und drei weitere von BNP Paribas ermittelt.

afp/tp/cf

(AWP)