Spanien senkt Wirtschaftsprognosen leicht - Exporte schwächeln

Die spanische Regierung hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum leicht gesenkt. Sie kappte ihre Schätzung für dieses Jahr auf 2,6 von bislang erwarteten 2,7 Prozent und für nächstes Jahr auf 2,3 von 2,4 Prozent, wie Wirtschaftsministerin Nadia Calvino am Montag mitteilte. Vor allem eine Abkühlung der Exporte, der höhere Ölpreis und die Unsicherheiten wegen der internationalen Handelsstreitigkeiten seien dafür verantwortlich. Das Ziel für das Haushaltsdefizit liess die Regierung unverändert. In diesem Jahr peilt sie eine Neuverschuldung von 2,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts an, die 2019 auf 1,8 sinken soll.
15.10.2018 15:00

Die spanische Wirtschaft ist seit dem Ende einer fünf Jahre andauernden Krise 2013 stetig gewachsen - in den vergangenen drei Jahren jeweils um drei Prozent. Zuletzt hatten aber schwächere Exporte das Wirtschaftswachstum in Spanien wieder auf das niedrigste Niveau seit Ende 2014 gedrückt. Das BIP legte im zweiten Quartal zum Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent zu nach 2,8 Prozent zu Jahresbeginn. Auch in der gesamten Euro-Zone kühlte sich die Konjunktur zuletzt ab. Dies schürte Sorgen, dass vor allem der von US-Präsident Donald Trump angezettelte Zollstreit den internationalen Handel dämpft. Auch die Bundesregierung hatte kürzlich wegen der schwächeren Weltkonjunktur ihre Prognosen für die deutsche Wirtschaft gesenkt. Sie rechnet 2018 und 2019 mit einem BIP-Plus von jeweils 1,8 Prozent. Zuvor hatte sie 2,3 beziehungsweise 2,1 Prozent veranschlagt.

(AWP)