Swiss Re schätzt weltweite Katastrophenkosten im Halbjahr auf 44 Mrd USD

Der Rückversicherer Swiss Re schätzt die gesamtwirtschaftlichen Schäden aus Katastrophen im ersten Halbjahr 2017 weltweit auf 44 Mrd USD. Damit liegen die Kosten auf einem deutlich tieferen Niveau als vor Jahresfrist, als Schäden im Umfang von 117 Mrd verursacht wurden. Es habe weniger intensive Ereignisse gegeben als vor einem Jahr, begründen die Swiss-Re-Experten in der am Donnerstag publizierten vorläufigen Sigma-Studie den Rückgang.
17.08.2017 10:43

Die Katastrophen forderten im laufenden Jahr rund 4'400 Menschenleben. Die Zahl könnte sich allerdings nach Berücksichtigung der Todesfälle infolge der extremen Hitzewellen im Juni in Europa noch erhöhen, so die Swiss Re. In der Vorjahresperiode starben 4'800 Menschen infolge von Katastrophen.

Für die Versicherer dürften sich die Katastrophenschäden dabei laut den vorläufigen Schätzungen auf 23 Mrd belaufen nach 36 Mrd im ersten Halbjahr 2016, wie es weiter heisst. Von den 23 Mrd waren 20 Mrd (VJ 30 Mrd) allein auf Naturkatastrophen zurückzuführen und der Rest auf sogenannte Man-made-Ereignisse. Die grössten Schäden verursachten Gewitter in den USA. Unabhängig voneinander hätten vier schwere Unwetter im Zeitraum von Februar bis Mai Kosten von je über 1 Mrd USD und kumuliert von 6,4 Mrd verursacht.

Die grösste und teuerste Naturkatastrophe ausserhalb der USA war der Wirbelsturm Debbie, ein tropischer Wirbelsturm der Kategorie 4, der Ende März die Küstenregion im Nordosten Australiens heimsuchte. Windböen von bis zu 263 km/h, gefolgt von grossflächigen Überschwemmungen im zentralen und südöstlichen Queensland sowie im Nordosten von New South Wales, verursachten versicherte Schäden von 1,3 Mrd USD.

mk/ys

(AWP)