Swiss Re: Weltweite Katastrophenkosten sind 2016 deutlich angestiegen

Im Jahr 2016 haben die Schäden aus Katastrophen weltweit deutlich zugenommen. Insbesondere Erdbeben, Stürme, Überschwemmungen und Waldbrände hätten in vielen Regionen der Erde hohe Kosten verursacht, schreibt der Rückversicherer Swiss Re in der am Dienstag veröffentlichten sigma-Studie. Dies bekam auch die Versicherungsindustrie zu spüren. Rückläufig war dagegen mit rund 11'000 die Zahl der Todesopfer, nachdem 2015 über 26'000 Menschen ihr Leben infolge von Katastrophen verloren haben.
28.03.2017 10:25

Im Berichtsjahr hat sich der von Katastrophen verursachte gesamtwirtschaftliche Schaden global auf 175 Mrd USD nach 94 Mrd im Jahr 2015 beinahe verdoppelt. Die davon versicherten Schäden aus Katastrophenereignissen sind gemäss den sigma-Berechnungen ebenfalls deutlich auf 54 Mrd von zuvor 38 Mrd in die Höhe geklettert und liegen damit in etwa im Durchschnitt der letzten zehn Jahren. Derweil verzeichnen sowohl die wirtschaftlichen als auch die versicherten Kosten das höchste Niveau seit 2012.

Insgesamt wurden weltweit 327 Katastrophenereignissen in der sigma-Studie registriert, wovon 191 Naturkatastrophen und 136 Man-made-Katastrophen waren. Wie bereits in den vier vergangenen Jahren war Asien mit Blick auf die Zahl der Katastrophenereignisse (128) und den damit verbundenen wirtschaftlichen Gesamtschäden (rund 60 Mrd USD) am stärksten betroffen. Das Erdbeben auf der japanischen Insel Kyushu vom April hatte mit geschätzten 25 bis 30 Mrd USD die höchsten Kosten nach sich gezogen. Davon waren aber nur 4,0 Mrd versichert.

mk/tp

(AWP)