Syna-Branchenkonferenz Bau kritisiert Arbeitgeberseite

Die Syna-Branchenkonferenz Bau kritisiert die Arbeitgeberseite: Der Gewerbeverband setze zum Frontalangriff gegen den Arbeitnehmerschutz an, und der Baumeisterverband offeriere Brosamen statt einer Lohnerhöhung. Das kam am Treffen der Bauleute am Samstag in Olten SO zum Ausdruck.
11.11.2017 14:18

Der Schweizer Bauwirtschaft gehe es gut "und die fetten Gewinne der vergangenen Jahre halten sich auf hohem Niveau", sagte Syna-Branchenleiter Bau Guido Schluep. Endes nächsten Jahres laufe der Landesmantelvertrag aus, man wolle eine Verlängerung nicht um jeden Preis.

So sollen die Maximalarbeitszeiten im Arbeitsgesetz ausgedehnt werden - mit einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit von 50 statt 45 Stunden, flexibleren Pikettdiensten, Ruhe- und Pausenzeiten sowie einer flexibleren Regelung der Arbeits- und Ruhetage, wie es in einer Syna-Mitteilung heisst.

Das sei inakzeptabel. Die Schweiz habe heute schon die längsten Arbeitszeiten in ganz Europa, betont Syna-Zentralsekretär Ernst Zülle.

Die Syna-Bauleute begrüssten hingegen den Zwischenbericht zum geplanten Informationssystem Allianz Bau (ISAB). Es hat zum Ziel, dem Bauhaupt- und Ausbaugewerbe in einer elektronischen Plattform gesamtschweizerisch Daten für den Vollzug des Gesamtarbeitsvertrages (GAV) zentral zur Verfügung zu stellen. So könnten die festgelegten Mindestarbeitsbedingungen wirkungsvoller durchgesetzt werden, hiess es.

(AWP)