TCS: Ausländische Umweltzonenvignetten auch für Schweizer obligatorisch

Mehrere europäische Länder haben in einigen ihrer Städte Umweltzonen eingeführt, weil die verkehrsbedingte Luftbelastung zu hoch ist. Dort müssen Autofahrer den Schadstoffausstoss ihres Autos mittels Vignette deklarieren. Das gilt auch für Touristen.
06.07.2017 15:12

Unter den bisher 11 europäischen Ländern mit Umweltzonen sind auch die beliebten Schweizer Reiseziele Deutschland, Frankreich und Italien vertreten, wie der TCS Schweiz in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt.

In Deutschland beispielsweise haben bereits über fünfzig Städte - darunter München, Berlin und Köln - eine sogenannte Feinstaubverordnung eingeführt. In diesen Städten wurden Umweltzonen definiert. In Frankreich gibt es solche Umweltzonen etwa in Paris, Lyon oder Grenoble. Italien zählt bereits über 5000 Zonen mit Verkehrsbeschränkung.

Gemäss TCS Schweiz dürfen Autofahrer die Strassen dort nur noch mit einer entsprechenden Umweltplakette passieren. Touristen sind davon nicht ausgenommen: Auch ausländische Autofahrer müssen den Schadstoffausstoss ihres Autos in diesen Zonen mittels Vignette deklarieren. In bestimmten Zonen seien Fahrzeuge mit zu hohen Abgaswerten schon gar nicht mehr zugelassen.

BIS 80 EURO BUSSE

Weil die Bestimmungen in den verschiedenen Umweltzonen und Fahrverbote laufend ändern, sollte man laut TCS Schweiz bei der Einfahrt in die Stadtzentren auf eventuelle Hinweisschilder oder Leuchttafeln achten.

Im Zweifelsfall empfehle es sich, das Fahrzeug in den Aussenbereichen der Städte zu parken und mit öffentlichen Verkehrsmitteln in das Zentrum zu fahren. Wer ohne die entsprechende Umweltplakette erwischt wird, müsse mit einer Busse rechnen. In Deutschland betrage die Strafe 80 EUR, in Frankreich 68 EUR. Die verschiedenen Umweltplaketten seien bei den TCS Sektionen erhältlich.

ra/

(AWP)