UBS-Konsumindikator steigt im Februar auf 1,50 Punkte

Der UBS-Konsumindikator ist im Februar erneut angestiegen. Er nahm verglichen mit Januar 2017 um 0,06 auf 1,50 Indexpunkte zu. Dies lasse auf einen soliden privaten Konsum im ersten Quartal schliessen, teilen die Ökonomen der Grossbank am Mittwoch mit.
29.03.2017 08:30

Der Anstieg sei vom Inlandtourismus getrieben worden, heisst es zur Begründung. So hätten die Hotellogiernächte gegenüber dem Vorjahresmonat ein spürbares Plus von 5,5% verzeichnet; der schneereiche Januar und die beginnenden Sportferien hätten viele Schweizer in die Berge gelockt. Wegen des milden Wetters im Vorjahresmonat sollte das Wachstum laut den UBS-Ökonomen zwar nicht überschätzt werden. Der Inlandtourismus habe gleichwohl nach seiner Talfahrt nach dem Frankenschock die Talsohle durchschritten und das Niveau von 2014 wieder erreicht, wird betont.

Auf dem Automobilmarkt sei ebenfalls ein positiver Trend erkennbar gewesen, heisst es weiter. So hätten im Vorjahresvergleich die Neuimmatrikulationen von Autos mit 0,7% leicht zugenommen. Auf der anderen Seite habe die negative Stimmung im Detailhandel den Anstieg des Indikators gebremst, schreiben die Experten. So mahne der Rückgang des KOF-Index für die Stimmung im Detailhandel von -3 auf -12 Punkte zur Vorsicht.

Der Konsumindikator zeigt mit einem Vorlauf von einem bis drei Monaten auf die offiziellen Zahlen die Entwicklung des Privatkonsums in der Schweiz an. Dieser ist mit einem Anteil von gut 50% die mit Abstand wichtigste Komponente des Schweizer Bruttoinlandprodukts. Berechnet wird der Vorlaufindikator aus sechs konsumnahen Komponenten.

rw/cf

(AWP)