UBS rechnet auch für 2018 mit einem starken Jahr am Aktienmarkt

Das Chief Investment Office (CIO) der UBS rechnet auch für 2018 mit einem starken Jahr für den Aktienmarkt. Die Wealth Management Sparte der Grossbank setzt dabei vor allem auf nachhaltige Investitionen und rechnet mit höheren Unternehmensgewinnen. Die Risiken einer grösseren Korrektur der Märkte aufgrund deutlich höherer Zinsen oder einer chinesischen Schuldenkrise schätzt das CIO als eher gering ein.
30.11.2017 12:55

"Der global breit abgestützte Wirtschaftsaufschwung bietet ein gutes Umfeld für Aktienanlagen", sagte Andreas Koester, Head Global Asset Allocation des CIO, am Donnerstag vor den Medien. Anleger sollten daher sich bietende Chancen wahrnehmen. Dabei gelte es aber, die Risiken einer geldpolitischen Straffung im Auge zu behalten.

HÖHERE UNTERNEHMENSGEWINNE

Die Schweizer Wirtschaft stehe mit Blick auf das nächste Jahr vor einer Belebung. Gestützt durch gute Konjunkturzahlen und die günstige Entwicklung des Franken gab man sich daher bezüglich der Entwicklung der Unternehmensgewinne optimistisch: "Im nächsten Jahr dürften wir ein Rekordniveau erreichen was die Gewinne der SMI-Unternehmen angeht", so Philippe Müller, Head Global Investment Themes des CIO. Konkret rechnet er mit einer Zunahme der Gewinne um mehr als 10%.

Die dominierenden Themen über 2018 hinaus sind laut der UBS-Experten die Digitalisierung und die nachhaltige Geldanlage. Insbesondere in den Bereichen Automation und Robotik sowie der intelligenten Mobilität ergäben sich für Anleger gute Möglichkeiten, Kapital gewinnbringend zu investieren, so Müller weiter. Als Beispiel nannte er etwa Anleihen von multilateralen Entwicklungsbanken oder das sogenannte Impact Investing. Damit sind Investitionen in Organisationen gemeint, die sich für die Verbesserung der Lebensqualität benachteiligter Menschen einsetzen.

MITTELFRISTIGE KORREKTUR

Dass sich die Hausse an den Aktienmärkten nicht ungebremst fortsetzen dürfte, bezweifeln auch die UBS-CIO nicht. Mit Blick über 2018 hinaus rechnen sie mit einer schrittweisen Korrektur. Die Möglichkeit eines grösseren Einbruchs an den Aktienmärkten aufgrund deutlich anziehender Zinsen oder einer chinesischen Schuldenkrise, schätzt das CIO aber als eher gering ein.

"Aktuelle sind wir wohl in der letzten Phase des anziehenden Aktienmarktes", meinte Koester. Nach Jahren des Rückenwindes durch die Zentralbanken dürfte daher nun mittelfristig eine Korrekturphase folgen. Dazu beitragen dürfte insbesondere die weitere Straffung der Geldpolitik, resümierte er.

sta/rw

(AWP)