Umfrage: Eurozonen-Industrie mit grösstem Jobaufbau seit 20 Jahren

Die Industrie in der Eurozone schafft dank der anziehenden Nachfrage immer mehr neue Arbeitsplätze. Produktion und Aufträge der Betriebe hätten im Mai so kräftig zugelegt wie zuletzt vor rund sechs Jahren, teilte das Institut IHS Markit am Donnerstag zu seiner Umfrage unter rund 3000 Firmen mit.
01.06.2017 10:17

"Das zog den stärksten Jobaufbau in der 20-jährigen Umfragegeschichte nach sich." Das kräftige Beschäftigungsplus zeige, "dass sich immer mehr Unternehmen weniger auf Kostensenkungen als vielmehr auf Investitionen in Wachstum konzentrieren", sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson. "Das wiederum beflügelt den Ausblick in der gesamten Eurozone."

Der Markit-Einkaufsmanagerindex stieg zum April um 0,3 auf 57,0 Punkte und signalisiert mit mehr als 50 Zählern weiter Wachstum. Der kräftige Stellenaufbau verstärke den Eindruck, dass der Aufschwung von Monat zu Monat robuster werde, sagte Williamson. "Deutschland ist zwar die Wachstumslokomotive, doch bei weitem nicht der einzige Wachstumsmotor." Zügig aufwärts gehe es auch mit der Industrie in Österreich, Spanien, Italien, Irland und den Niederlanden.

"Frankreich hinkt der Entwicklung zwar hinterher, doch auch hier laufen die Geschäfte im zweiten Quartal 2017 so gut wie seit sechs Jahren nicht mehr", sagte Williamson. Der Markit-Index für die deutsche Industrie kletterte im Mai um 1,3 auf 59,5 Punkte und signalisierte damit das stärkste Wachstum seit April 2011.

(AWP)