Umsätze im Baugewerbe steigen in ersten neun Monaten um 4,0%

Im Schweizer Baugewerbe machen sich Stagnationsanzeichen bemerkbar. Zwar stiegen in ersten neuen Monaten 2017, dank der ersten beiden relativ starken Quartalen, die Umsätze im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vorjahr um 4,0% auf 15,4 Mrd CHF. Im dritten Quartal stagnierten die Umsätze (+0,7%) allerdings, wie der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) am Mittwoch mitteilte.
29.11.2017 09:02

Der Hochbau (+6,1%) entwickelte sich in den ersten neun Monaten dynamischer als der Tiefbau, der lediglich 2,0% zulegte. Im dritten Quartal stiegen die Umsätze aber kaum mehr.

Stagniert haben im dritten Quartal auch die Auftragseingänge. Sie liegen wie im Vorjahr bei 4,6 Mrd CHF. Der Arbeitsvorrat fiel leicht tiefer als vor einem Jahr (-1,6%) aus. Ein ähnliches Bild würden die Bauvorhaben für das laufende, vierte Quartal zeigen, schreibt der SBV weiter. Sie nehmen geringfügig um 0,6% ab. Die Umsätze dürften daher in ähnlicher Höhe liegen wie 2016.

Der SBV konstatiert ausserdem, dass seit einigen Jahren mehr neue Wohnungen gebaut werden als nachgefragt sind. Entsprechend stiegen die Leerstände. Irgendwann werde die Wohnbautätigkeit schrumpfen, und je länger die Korrektur auf sich warten lasse, desto deutlicher dürfte sie ausfallen, heisst es weiter.

Die Baubewilligungszahlen würden dennoch darauf hindeuten, dass der Markt reagiere: Es würden zwar nur unwesentlich weniger Wohnungen geplant, jedoch seien diese im Durchschnitt kleiner und günstiger als in letzter Zeit. Der SBV geht daher davon aus, dass die Umsätze im Wohnungsbau bereits 2018 leicht zurückgehen werden.

sig/rw

(AWP)