Umsätze im Baugewerbe steigen in ersten neun Monaten um 7,4%

Zürich (awp) - Das Schweizer Baugewerbe entwickelt sich weiterhin robust. So stiegen in ersten neuen Monaten 2016 die Umsätze im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vorjahr um 7,4% auf 14,7 Mrd CHF. Damit hat die Dynamik im dritten Quartal gegenüber dem ersten Semester (+5,4%) zugenommen.
30.11.2016 09:16

Sowohl der Hochbau (+6,6%) als auch der Tiefbau (+8,2%) legten zu, wobei sich im Hochbau im Vergleich zum ersten Halbjahr im dritten Quartal eine stabile Entwicklung zeigt, während der Tiefbau von Juli bis September deutlich anzog (von +4,2% im Halbjahr).

Nachdem das Baujahr 2015 von Umsatzeinbussen geprägt war, stehen die ersten neun Monate des laufenden Jahres im Zeichen der Erholung, teilt der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) am Mittwoch mit.

AUFTRAGSBESTÄNDE IM VIERTEN QUARTAL ÜBER VORJAHR

Kurzfristig dürfte sich die positive Entwicklung fortsetzen: Die Auftragsbestände sowie die erwarteten Umsätze für das laufende, vierte Quartal liegen laut SBV höher als im Vorjahr. Und das Umfeld für das Baugewerbe sei weiterhin gut.

Jedoch sei die Nettoeinwanderung - ein zentraler Faktor für die Baunachfrage - im laufenden Jahr spürbar zurückgegangen. Immerhin würden die geringen Anleiherenditen dafür sorgen, dass Mietwohnungen als Anlageobjekte attraktiv seien, was sich in hohen Investitionen in neue Mietwohnungen niederschlage.

Der Markt absorbiere seit einigen Jahren allerdings nicht mehr alle neu gebauten Wohnungen, wodurch die Leerstandsquote steigt. Damit sinke mittel- bis langfristig das Potenzial für neue Wohnungen; gleichzeitig steige das Risiko für einen Einbruch der Wohnbautätigkeit.

Insgesamt geht der SBV davon aus, dass das Bauvolumen im laufenden Jahr höher sein wird als 2015, jedoch das Niveau des Rekordjahres 2014 nicht mehr erreichen wird.

cp/rw

(AWP)