Umsätze im Baugewerbe steigen im ersten Halbjahr um 5,4%

Zürich (awp) - Das Schweizer Baugewerbe bleibt auf Erholungskurs. So stiegen im ersten Halbjahr 2016 die Umsätze im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vorjahr um 5,4% auf 9,0 Mrd CHF. Sowohl der Hochbau (+6,7%) wie der Tiefbau (+4,2%) legten zu.
07.09.2016 09:35

Nach dem schwierigen Baujahr 2015 stehe das erste Halbjahr des laufenden Jahres im Zeichen der Erholung, teilt der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) am Mittwoch mit. Im zweiten Quartal hat sich die Dynamik gegenüber dem ersten (+9,2%) allerdings deutlich abgeschwächt.

Positiv entwickelten sich in den ersten sechs Monaten auch die Auftragseingänge. Im Vorjahresvergleich stiegen sie um 8,9% auf 10,5 Mrd CHF. Dies ist jedoch erneut vor allem auf das erste Quartal zurückzuführen, denn im zweiten Quartal wurde lediglich ein Plus von 0,7% verzeichnet.

Auch die Arbeitsvorräte per Ende Juni liegen mit +15% deutlich höher als vor einem Jahr. Dabei fällt vor allem der Wohnungsbau auf, bei dem die Auftragslage um 23% besser ausfällt als im Vorjahr. Auch die Bauvorhaben für das laufende, dritte Quartal liegen um knapp 20% höher als vor einem Jahr, wobei alle Bausparten im Plus sind. Wie der Verband dazu anmerkt, dürfte sich dies zwar nicht voll in den Umsätzen widerspiegeln, deute gleichwohl aber doch auf ein starkes drittes Quartal hin.

BAUVOLUMEN 2016 HÖHER ALS 2015 ERWARTET

Für das Gesamtjahr 2016 geht der SBV davon aus, dass das Bauvolumen höher sein wird als 2015. Das Niveau des Rekordjahres 2014 werde jedoch nicht erreicht. Die fundamentalen Faktoren für die Bauwirtschaft, vor allem das tiefe Zinsniveau und das anhaltende Bevölkerungswachstum, würden nach wie vor intakt bleiben. Das Risiko eines Rückgangs der Wohnbautätigkeit bestehe eher am äusseren Rand der Agglomerationen.

cp/rw/ra

(AWP)