Unternehmensstimmung in Eurozone trübt sich nur leicht ein

Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich im Juni nur leicht eingetrübt. Wie das Institut IHS Markit am Mittwoch mitteilte, fiel der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex um 0,5 Punkte auf 56,3 Zähler. In einer ersten Schätzung war noch ein deutlicherer Rückgang auf 55,7 Punkte ermittelt worden. Trotz des Rückgangs liegt die Kennzahl klar über der Wachstumsgrenze von 50 Punkten und in der Nähe ihres sechsjährigen Höchststandes.
05.07.2017 10:34

Im Dienstleistungssektor verschlechterte sich die Stimmung zwar, allerdings nicht so stark wie nach einer ersten Umfragerunde gedacht. Im verarbeitenden Gewerbe stieg der Indikator dagegen an. Markit geht davon aus, dass die Eurozone im zweiten Quartal so stark gewachsen ist wie seit über sechs Jahren nicht. Stark sei auch der Stellenaufbau der Unternehmen ausgefallen.

"Unseren Berechnungen zufolge dürfte die Währungsunion im Frühjahrsquartal mit beeindruckenden 0,7 Prozent gewachsen sein", sagte Chris Williamson, Chefökonom von Markit. Der leichte Stimmungsdämpfer zum Ende des zweiten Quartals deute nicht auf den Beginn einer Wachstumsverlangsamung hin. Dagegen spreche der hohe Auftragseingang. "Die Unternehmen kommen mit der anziehenden Nachfrage kaum hinterher."

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(AWP)