US-Handelskammer fordert Regierung zu Einigkeit bei TTIP auf

FRANKFURT (awp international) - Die amerikanische Handelskammer in Deutschland (AmCham) hat von der Bundesregierung Einigkeit bei den Verhandlungen um das Freihandelsabkommen TTIP zwischen der Europäischen Union und den USA gefordert. "Die Bundesregierung sollte das TTIP-Abkommen von deutscher Seite einstimmig und entschieden unterstützen", sagte Präsident Bernhard Mattes am Mittwoch in Frankfurt. Die Verhandlungen sollten ruhig und sachlich weitergeführt werden. "Ständige Zwischenrufe helfen nicht."
07.09.2016 14:02

Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) hatte TTIP angesichts der schwierigen Verhandlungen jüngst für de facto gescheitert erklärt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht das anders.

US-Unternehmen in Deutschland seien wegen der Entwicklung beunruhigt, sagte Mattes. "Es gibt die Sorge, dass TTIP nicht umgesetzt wird." Bei der jährlichen Umfrage unter den 50 grössten amerikanischen Firmen hierzulande hätten 38 Prozent den Abschluss des Abkommen als Herausforderung für den Wirtschaftsstandort Deutschland bezeichnet. Insgesamt hätten die 50 grössten US-Gesellschaften 2015 einen Umsatz von 170 Milliarden Euro erzielt, knapp zwei Prozent mehr als im Vorjahr. "Deutschland bleibt ein attraktiver Standort für US-Firmen, aber politische Unsicherheit trübt das Bild", sagte Mattes./als/DP/stk

(AWP)