US-Inflation legt weiter zu

In den USA zieht die Teuerung weiter an. Im August stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,3 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt eine Inflationsrate von 1,2 Prozent erwartet. Die Jahresrate steigt seit Mai. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise ebenfalls stärker als erwartet um 0,4 Prozent.
11.09.2020 15:12

Schon in den beiden Monaten zuvor hatte die Teuerung zugelegt, nachdem sie in der Corona-Krise deutlich gefallen war. Das Ministerium umschrieb den jüngsten Anstieg als breit angelegt. Unter anderem Gebrauchtwagen, Benzin und Mieten seien spürbar teurer geworden. Energie verteuerte sich ebenfalls, allerdings weniger stark als im Vormonat.

Die Kernrate ohne schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Lebensmittel betrug auf Jahressicht 1,7 Prozent und auf Monatssicht 0,4 Prozent. Die US-Notenbank strebt eine Teuerung von im Durchschnitt zwei Prozent an. Dieses Durchschnittsziel ist neu und hat das bisherige Punktziel ersetzt. Über welchen Zeitraum die Durchschnittsbildung erfolgt, wurde noch nicht klargestellt.

Die Fed bezieht ihr Inflationsziel nicht auf den aktuell veröffentlichten Index CPI, sondern auf den alternativen Preisindex PCE. Dieser bemisst sich an den Verbraucherausgaben und liegt in aller Regel etwas unter dem CPI./bgf/jsl/nas

(AWP)