US-Leistungsbilanzdefizit geringer als erwartet

Das chronische Defizit in der US-Leistungsbilanz ist im vierten Quartal deutlich geringer ausgefallen als erwartet. Der Fehlbetrag habe 112,4 Milliarden US-Dollar betragen, teilte das amerikanische Handelsministerium am Dienstag in Washington mit. Bankvolkswirte hatten im Mittel ein Minus von 129,0 Milliarden Dollar erwartet. Das Defizit im dritten Quartal wurde nachträglich von 113,0 auf 116,0 Milliarden Dollar korrigiert.
21.03.2017 14:08

Die Leistungsbilanz beschreibt unter anderem den Waren- und Dienstleistungsaustausch mit dem Ausland. Dass die USA seit geraumer Zeit ein Defizit aufweisen, ist der neuen US-Regierung unter Donald Trump ein Dorn im Auge. Sie pocht auf fairere Handelsregeln und droht mit Abschottung.

Kritiker dieser Position verweisen darauf, dass der internationale Handel vor allem Ergebnis einzelwirtschaftlicher Entscheidungen und nicht Folge von Regierungshandeln ist. Zudem wird an die immensen Verbindlichkeiten der USA gegenüber dem Ausland erinnert, die entstanden sind, weil der hohe Binnenkosum über Jahre hinweg durch Auslandskredit finanziert wurde./bgf/jkr/jha/

(AWP)