US-Notenbank diskutiert über restriktive Geldpolitik

Die US-Notenbank Fed hat auf ihrer letzten Sitzung über eine insgesamt restriktive Geldpolitik diskutiert. "Eine Reihe von Mitgliedern sah die Notwendigkeit, den Leitzins über das langfristige Niveau anzuheben", hiess es in dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) zur jüngsten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (FOMC). Ein restriktive Geldpolitik dämpft tendenziell die konjunkturelle Entwicklung und die Inflation. Laut den jüngsten Projektionen sieht die Fed das langfristig neutrale Niveau beim Leitzins bei rund drei Prozent.
17.10.2018 20:45

Es habe jedoch auch einige Mitglieder gegeben die sich gegen eine restriktive Geldpolitik ausgesprochen hätten. Schliesslich gebe es keine Anzeichen für eine Überhitzung der Wirtschaft.

Die anhaltend robuste Entwicklung und eine Inflationsrate in der Nähe von zwei Prozent sprächen für weitere "graduelle" Leitzinsanhebungen. Hier habe es eine breite Übereinstimmung im Ausschuss gegeben. Risiken für den wirtschaftlichen Ausblick sahen die Mitglieder in der Handelspolitik.

Auf der Sitzung vom 25. bis zum 26. September hatte die Fed den Leitzins auf eine Spanne von 2,00 bis 2,25 Prozent angehoben. Dies war die dritte Leitzinserhöhung in diesem Jahr. Beobachter erwarten die nächste Zinsanhebung um 0,25 Prozentpunkte auf der übernächsten Sitzung am 18. bis 19. Dezember./jsl/he

(AWP)