US-Notenbank erhöht Einsatz am Bankenmarkt

Die amerikanische Notenbank Fed greift den US-Banken mit noch mehr Liquidität unter die Arme. Dazu sollen die Geldspritzen an diesem Donnerstag deutlich erhöht werden, wie die regionale Fed von New York, die für derartige Operationen zuständig ist, am Mittwoch mitteilte. So sollen die Geldhäuser in dem täglich durchgeführten Geschäft bis zu 100 Milliarden US-Dollar abrufen können. Bisher waren es maximal 75 Milliarden Dollar gewesen.
25.09.2019 17:45

Neben diesen Tagesgeschäften führt die Fed länger laufende Operationen mit einer Laufzeit von 14 Tagen durch. Hier wird das Maximalvolumen am Donnerstag von 30 Milliarden auf 60 Milliarden verdoppelt. Das höhere Angebot an Notenbankgeld hatte sich in den vergangenen Tagen abgezeichnet, weil die Geschäftsbanken stetig mehr frische Mittel verlangt hatten, als sie letztlich erhielten. Die Eingriffe der Fed sind die ersten dieser Art seit der Finanzkrise vor gut zehn Jahren.

Die Spannungen an dem für die breite Öffentlichkeit kaum sichtbaren, für die Wirtschaft aber eminent wichtigen US-Geldmarkt halten seit gut einer Woche an. Als Gründe gelten hoher Finanzbedarf der Unternehmen und Banken aufgrund von Steuerzahlungen und Wertpapierkäufen. Zwar ist der Preis für Zentralbankgeld nach einem massiven Anstieg mittlerweile wieder gesunken. Der Bedarf an Liquidität nimmt aber nicht ab, er scheint eher zuzunehmen. Offenbar funktioniert der Interbankenmarkt ohne den Eingriff der Fed derzeit nicht reibungslos./bgf/he

(AWP)