US-Notenbank hält sich wegen Arbeitsmarkt und Brexit-Sorgen zurück - Protokoll

WASHINGTON (awp international) - Die US-Notenbank hat sich im Juni wegen der Unsicherheit über die Entwicklung am amerikanischen Arbeitsmarkt und möglichen Folgen eines Brexit-Votums in Grossbritannien gegen eine Zinserhöhung entschieden. Es sei klug, das Ergebnis der Brexit-Referendums abzuwarten, hiess es in dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) zur Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) vom 14. bis 15. Juni. Ausserdem hätten jüngste Konjunkturdaten dazu geführt, dass die Lage auf dem Arbeitsmarkt durch die Fed-Mitglieder als unsicher eingeschätzt werde.
06.07.2016 20:25

Die Juni-Zinsentscheidung erfolgte wenige Tage vor dem Brexit-Referendum in Grossbritannien. Der letzte Arbeitsmarktbericht vor der Zinssitzung war überraschend schlecht ausgefallen. Auf ihrer Juni-Sitzung hatte die Fed ihren Leitzins unverändert in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,50 Prozent belassen. Seitdem der Leitzins im vergangenen Dezember erstmals seit der Finanzkrise angehoben worden war, hatten die US-Währungshüter nicht mehr an der Zinsschraube gedreht./jkr/men

(AWP)