US-Notenbankchef kündigt Wertpapierkäufe an und signalisiert Zinssenkung

Die US-Notenbank Fed will mit dem Kauf von Geldmarktpapieren (Bills) gegen sie Spannungen am Geldmarkt vorgehen. Ab dem 15. Oktober werde man monatlich Papiere im Wert von 60 Milliarden US-Dollar erwerben, teilte die Fed am Freitag in Washington mit. Die Käufe sollen mindestens bis ins zweite Quartal 2020 andauern. US-Notenbankchef Jerome Powell hatte die Entscheidung bereits zu Wochenbeginn signalisiert.
11.10.2019 17:47

Die Massnahmen seien lediglich "technische" Anpassungen und keine Änderung der geldpolitischen Ausrichtung, schrieb die Fed. Ziel sei es den Zinssatz für Tagesgeld in der gewünschten Spanne zu halten.

Der Geldmarkt funktionierte zuletzt nicht mehr reibungslos. Wie in der Finanzkrise hat die US-Notenbank Fed daher zusätzliche Liquidität bereit gestellt. Diese täglichen Übernachtgeschäfte sollen bis mindestens Januar fortgesetzt werden, hiess es in der Mitteilung. Die Geschäfte mit einer Laufzeit von 14 Tagen sollen 2mal je Woche erfolgen. Zuletzt hatte sich die Lage etwas entspannt und die Banken reduzierten ihre Nachfrage. /jslhe

(AWP)