US-Notenbankchef Powell sieht keine Gefahr für Überhitzung der Wirtschaft

Der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, sieht trotz der robusten Konjunktur keine grosse Gefahr für eine Überhitzung der US-Wirtschaft. "Weitere graduelle Leitzinsanhebungen bleiben aber angemessen", sagte Powell am Freitag auf der Notenbankkonferenz im US-amerikanischen Jackson Hole. Dies gelte, soweit das starke Job- und Arbeitsplatzwachstum anhalte - wie vom Fed erwartet.
24.08.2018 16:34

Powell äusserte sich erneut sehr zuversichtlich mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung. "Die Wirtschaft ist stark", sagte Powell. Die Inflation sei in der Nähe von zwei Prozent, und die meisten Leute, die einen Arbeitsplatz suchten, würden einen finden. Die Fed sehe jedoch keine klaren Anzeichen, dass die Inflation deutlich über den Zielwert von zwei Prozent steigen werde.

Zur deutlichen Kritik von US-Notenbankchef Donald Trump an den Leitzinsanhebungen der Fed äusserte sich Powell nicht. Zuletzt hatte die Fed den Leitzins Anfang August in einer Spanne von 1,75 bis 2,00 Prozent belassen. Im bisherigen Jahresverlauf hat die Notenbank bisher zwei Mal den Leitzins um jeweils 0,25 Prozentpunkte angehoben. Beobachter erwarten die nächste Zinserhöhung auf der kommenden Sitzung am 25. und 26. September.

Der US-Dollar geriet nach den Aussagen von Powell etwas unter Druck. Der Euro kletterte auf ein Tageshoch von 1,1640 US-Dollar./jsl/bgf/he

(AWP)