US-Notenbankpräsident Powell signalisiert erneut Zinspause

US-Notenbankpräsident Jerome Powell hat die Aussicht auf eine Zinspause in den USA bekräftigt. Die derzeitige Geldpolitik bleibe voraussichtlich angemessen, sagte Powell am Mittwoch laut vorab veröffentlichten Redetext für eine Anhörung vor dem Wirtschaftsausschuss des US-Kongresses. Dies gelte so lange die konjunkturelle Entwicklung in etwa der Erwartung eines weiter moderaten Wachstums, eines robusten Arbeitsmarktes und einer Inflationsrate nahe der anvisierten Zielmarke von zwei Prozent entspreche.
13.11.2019 16:20

Powell sagte allerdings auch, dass der Aussenhandel die amerikanische Wirtschaft belastet habe. Er sprach von einem "trägen Wachstum" und stellte "anhaltende Risiken" für die weitere konjunkturelle Entwicklung fest. Der Notenbanker versicherte, dass die Fed reagieren werde, wenn es zu einer wesentlichen Neubewertung des konjunkturellen Ausblicks kommen sollte.

Powell unterstrich mit seiner Stellungnahme grösstenteils jüngste Aussagen. Sie sorgten an den Finanzmärkten nicht für nennenswerte Kursreaktionen.

Die US-Notenbank hat zuletzt Ende Oktober den Leitzins zum dritten Mal in diesem Jahr um jeweils 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Nachdem die Währungshüter um Notenbankpräsident Powell den Leitzins in eine Spanne zwischen 1,50 Prozent und 1,75 Prozent reduziert hatten, signalisierten sie zunächst keine weiteren Zinsschritte. US-Präsident Donald Trump hatte immer wieder die seiner Meinung nach zu zögerlichen Zinssenkungen kritisiert./jkr/jsl

(AWP)