US-Verbraucherpreise steigen stärker als erwartet

In den USA hat sich der Preisauftrieb im August stärker als erwartet entwickelt und sich der Zielmarke der US-Notenbank Fed angenähert. Die Verbraucherpreise erhöhten sich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Volkswirte hatten nur mit einer Rate von 1,8 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatte die Inflation bei 1,7 Prozent gelegen.
14.09.2017 14:47

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise im August um 0,4 Prozent. Ökonomen hatten mit 0,3 Prozent gerechnet.

Die Kernrate der Jahresinflation, die schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel ausklammert, lag im August bei 1,7 Prozent. Analysten hatten in dieser Abgrenzung eine Teuerung von 1,6 Prozent erwartet.

Die US-Notenbank führt derzeit nur sehr zögerlich Zinserhöhungen durch. Ein Grund hierfür liegt in der vergleichsweise verhaltenen Preisentwicklung. In den USA liegt die Inflation aber nur noch knapp unter der von der Fed angestrebten Rate von zwei Prozent. Allerdings orientiert sich die Fed an einem anderen Preisindex, der seit längerem niedriger liegt als der aktuell veröffentlichte Preisindex. Der Kurs des US-Dollars konnte nach den Zahlen zulegen./jkr/bgf/she

(AWP)