US-Währungshüter veranschlagt vier Jahre für Abschmelzen der Bilanz

Der von der US-Notenbank Fed angestrebte Abbau der aufgeblähten Bilanz wird sich wohl bis ins nächste Jahrzehnt hinziehen. Das Portfolio auf Normalmass zurückzustutzen, werde schätzungsweise "drei bis vier Jahre" dauern, sagte der Chef des Fed-Ablegers von Chicago, Charles Evans, am Freitag in Dublin.
12.05.2017 16:54

In den Nachwehen der Weltfinanzkrise hatte die Notenbank zur Stützung der Wirtschaft massiv Wertpapiere aufgekauft und ihr Portfolio so auf 4,5 Billionen Dollar ausgeweitet.

Vor Ausbruch der Krise in den Jahren 2007/08 war es mit 800 Milliarden Dollar noch vergleichsweise überschaubar. Evans machte deutlich, dass es aus seiner Sicht kein Zurück zu diesem Niveau geben wird. Die Bilanzsumme werde letztlich "substanziell" darüber liegen. Beim Abbau komme es darauf an, sich nicht zu übernehmen und dennoch sicherzustellen, dass ein ausreichendes Tempo angeschlagen werde.

Die Fed will noch dieses Jahr mit dem Abschmelzen beginnen. Bei entsprechend günstiger Konjunktur halten die meisten Notenbankmitglieder einen solchen Schritt für angemessen.

(AWP)