USA: Anstieg der Erzeugerpreise verstärkt sich erstmals seit April

In den USA hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise im August erstmals seit April wieder verstärkt. Die Erzeugerpreise seien im Jahresvergleich um 2,4 Prozent gestiegen, teilte das US-Arbeitsministerium am Mittwoch mit. Im Juli hatte die Teuerungsrate für Unternehmen nur 1,9 Prozent betragen. Analysten hatten für August eine Rate von 2,5 Prozent erwartet.
13.09.2017 14:57

Im Monatsvergleich stiegen die Preise, die Unternehmen für ihre Produkte erhalten, im August um 0,2 Prozent. Analysten hatten auch in dieser Abgrenzung einen etwas stärkeren Zuwachs erwartet. Ohne schwankungsanfällige Komponenten wie Energie stiegen die Erzeugerpreise im Monatsvergleich um 0,1 Prozent und legten im Jahresvergleich um 2,0 Prozent zu. Auch in dieser Abgrenzung (Kernrate) hat sich der Preisdruck damit verstärkt.

Die Entwicklung der Erzeugerpreise hatte sich in den vergangenen Monaten noch mehrfach abgeschwächt. Der Anstieg der Inflationsrate auf Erzeugerebene im August war der erste seit April. Eine vergleichsweise schwache Inflation in der grössten Volkswirtschaft der Welt gilt als entscheidender Grund für die zögerlichen Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed. Sie richtet ihre Geldpolitik nach dem Preisniveau auf Verbraucherebene aus, das durch die Entwicklung der Erzeugerpreise beeinflusst wird.

Nach Einschätzung des Experten Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) haben die Energiepreise zu der höheren Rate bei den Erzeugerpreisen beigetragen. Generell schätzte er die Preisentwicklung in den USA weiter als moderat ein. "Insofern dürfte sich keine Forcierung der Zinserwartungen bezüglich der Fed ergeben", sagte Umlauf./jkr/jsl/stw

(AWP)