USA: Preisauftrieb auf Erzeugerebene schwächt sich weiter ab

Von Inflationsdruck ist in den USA weiterhin nur wenig zu sehen. Darauf deutet auch die Preisentwicklung auf Ebene der Unternehmen hin. Nach Daten des US-Arbeitsministeriums vom Donnerstag schwächte sich der dortige Preisauftrieb weiter ab. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Produzentenpreise um 1,9 Prozent, nach 2,0 Prozent im Vormonat. Es ist bereits der dritte Rückgang der Jahresrate in Folge. Analysten hatten eine Rate von 2,2 Prozent erwartet.
10.08.2017 14:46

Im Monatsvergleich fielen die Preise, die Hersteller für ihre Produkte erhalten, um 0,1 Prozent. Analysten hatten dagegen einen Zuwachs um 0,1 Prozent erwartet. Ohne schwankungsanfällige Komponenten wie Energie fielen die Erzeugerpreise im Monatsvergleich um 0,1 Prozent und stiegen im Jahresvergleich um 1,8 Prozent. Auch in dieser Abgrenzen (Kernrate) hat sich der Preisdruck weiter vermindert.

Die schwache Inflation gilt als entscheidender Grund für die sehr vorsichtige Straffungspolitik der US-Notenbank Fed. Sie richtet ihre Geldpolitik nach dem Preisniveau auf Verbraucherebene aus, das durch die Entwicklung auf Produzentenebene beeinflusst wird./bgf/jsl/tos

(AWP)