USA: Verbraucherstimmung auf hohem Niveau weiter verschlechtert

Die Verbraucherstimmung in den USA hat sich im Mai zum zweiten Mal in Folge deutlicher als erwartet verschlechtert. Der vom Conference Board erhobene Indikator sei um 1,5 Punkte auf 117,9 Zähler gefallen, teilte das private Marktforschungsinstitut am Dienstag in Washington mit. Volkswirte hatten einen Indexwert von 119,5 erwartet.
30.05.2017 16:28

Ausserdem wurde der Wert vom Vormonat April von ursprünglich angenommenen 120,3 Punkten auf 119,4 Punkte nach unten revidiert. Auch der April-Wert war schlechter als von Experten erwartet ausgefallen. Insgesamt befindet sich der Indikator aber weiterhin auf vergleichsweise hohem Niveau, nachdem er im März bei 124,9 Punkten den höchsten Wert seit 16 Jahren erreicht hatte.

Bei den Unterindikatoren zeichnete sich im Mai laut dem Forschungsinstitut ein differenziertes Bild ab. Während sich die Einschätzung der aktuellen Lage leicht verbesserte, fielen die Zukunftserwartungen deutlich schlechter aus als zuletzt.

Der Dollar gab nach der Veröffentlichung der Zahlen etwas nach und liess den Euro im Gegenzug über 1,12 Dollar auf sein Tageshoch von 1,1205 Dollar steigen. Der Indikator des Conference Board gilt als wichtiges Stimmungsbarometer. Monatlich befragt das private Institut etwa 3000 US-Haushalte. Das Verbrauchervertrauen ist ein Indikator für die Entwicklung des privaten Konsums, der massgeblich für die gesamte konjunkturelle Entwicklung in den USA ist./tos/jkr/he

(AWP)