Verdachtsfälle auf Schwarzarbeit in jedem dritten Betrieb

Bern (awp/sda) - Im vergangenen Jahr haben die kantonalen Inspektoren im Kampf gegen Schwarzarbeit 13'137 Betriebe und 39'777 Personen kontrolliert. Dabei stiessen sie in etwa jedem dritten Betrieb auf Verdachtsfälle.
16.06.2016 13:16

Von den kontrollierten Personen wurden deren 9901 verdächtigt, gegen das Ausländer-, das Sozialversicherungs- oder das Quellensteuerrecht verstossen zu haben. Dies teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Donnerstag mit.

Die Zahl der vermuteten Verstösse gegen das Ausländerrecht sank 2015 gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent. Die daraufhin von den Migrationsämtern verhängten Sanktionen gingen gar um 23 Prozent zurück. Beim Quellensteuerrecht stieg die Zahl der vermuteten Verstösse um 10 Prozent, die der verhängten Sanktionen um 2 Prozent.

Im Sozialversicherungsrecht gab es nur 1,5 Prozent mehr Verdachtsfälle, während deutlich mehr Sanktionen verhängt wurden (+ 36 Prozent). Da die Kantone die Kontrollschwerpunkte jedes Jahr neu festlegen, lassen sich die Zahlen aber nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichen.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 9 Prozent mehr Betriebskontrollen durchgeführt als 2014. Bei den Personenkontrollen blieben die Zahlen in etwa stabil, wie aus dem Jahresbericht über den Vollzug des Bundesgesetzes gegen die Schwarzarbeit (BGSA) des SECO hervorgeht. Die Kantone haben 2015 im Schnitt 8,3 neue Stellen geschaffen haben, um die Kontrollen zu verstärken.

(AWP)