Verhandlungen über Freihandelsabkommen Nafta gehen in zweite Runde

STADT (awp international) - Inmitten steigender Spannungen zwischen den Vertragspartnern werden die Neuverhandlungen zum Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (Nafta) fortgesetzt. Unterhändler aus Mexiko, den USA und Kanada treffen sich ab diesem Freitag zu Gesprächen über die Zukunft des Binnenmarkts in Mexiko-Stadt. Der über 20 Jahre alte Vertrag muss auf Druck der USA nachverhandelt werden, weil Präsident Donald Trump die Vereinigten Staaten benachteiligt sieht.
01.09.2017 06:43

Zuletzt hatte sich der Ton zwischen den Partnern verschärft. "Wir sind im Verhandlungsprozess mit Mexiko und Kanada zu Nafta (schlechtester Handelsvertrag, der je geschlossen wurde). Beide sind sehr schwierig. Müssen wir aussteigen?", twitterte Trump zuletzt. Mexikos Aussenminister Luis Videgaray drohte seinerseits mit dem Abbruch der Gespräche, sollten die USA ihren Ausstieg aus Nafta vorbereiten.

Nafta ist das grösste Freihandelsabkommen der Welt. Der Binnenmarkt umfasst 460 Millionen Menschen und verfügt über eine gemeinsame Wirtschaftsleistung von rund 20 Billionen US-Dollar (14,4 Bio Euro). Der Handel zwischen den drei Teilnehmern beträgt rund eine Billion Dollar./DP/edh

(AWP)