Vermögen von Milliardären laut UBS-Studie um 300 Mrd USD geschrumpft

Zürich (awp) - Die Reichsten der Reichen müssen gemäss der Milliardärsstudie von UBS und PwC mit weniger auskommen. Das Gesamtvermögen verringerte sich laut "Billionaires Report" von UBS und PwC im Jahr 2015 um 300 Mrd USD auf insgesamt 5,1 Billionen USD. Das durchschnittliche Vermögen eines Milliardärs schrumpfte demnach um rund 7,5% auf 3,7 Mrd USD. Die Gründe dafür seien Faktoren wie die Vermögensübertragung innerhalb der Familie, fallende Rohstoffpreise und der starke US-Dollar.
13.10.2016 12:30

Betrachtet man die einzelnen Kontinente zeigt sich, dass in Europa mehr als die Hälfte (54%) Mehrgenerationen-Milliardäre sind. Diesen gelang es gemäss der am Donnerstag publizierten Studie am besten ihr Vermögen zu erhalten. In den USA gaben nur ein Drittel (33%) der Milliardäre ihr Vermögen über mehrere Generationen weiter. In Asien und dem Pazifikraum sind es nur noch 15%, die ihre Reichtümer vererbten. Zudem werden laut Studie in den kommenden 20 Jahren insgesamt 2,1 Billionen USD vererbt.

Dem Bericht zufolge markiert dies den grössten je dagewesenen Vermögenstransfer "in der Geschichte der Menschheit". Wenn rund 460 Milliardäre 2,1 Billionen USD an ihre Erben übertragen, entspricht dies dem BIP von Indien, heisst es dazu. Zudem finde ein solcher Vermögenstransfer in den meisten asiatischen Volkswirtschaften, wo 85% der Vermögenden Milliardäre der ersten Generation seien, zum ersten Mal statt. In Asien, angeführt von China, wurde im Jahr 2015 praktisch alle drei Tage ein weiterer Vermögender zum Milliardär und die Region beheimatet mehr als die Hälfte der neuen Milliardäre des vergangenen Jahres, heisst es weiter.

sta/dm

(AWP)