Waadtländer Werbekampagne bei Schweizer Touristen zahlt sich aus

Der Werbefeldzug bei Schweizer Kunden im vergangenen Jahr hat sich für den Waadtländer Tourismus ausgezahlt. In der Sommersaison 2016 stiegen die Übernachtungszahlen im Westschweizer Kanton nach dem Tessin am stärksten.
29.01.2017 12:01

"Wir haben uns vor allem auf Schweizer Touristen konzentriert", sagt Andreas Banholzer, Direktor des Waadtländer Tourismusbüros, in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "Le Matin Dimanche". "2010 machten sie 35 Prozent unserer Kundschaft aus, heute sind es über 45 Prozent, mit 300'000 zusätzlichen Übernachtungen."

"Wegen der Frankenstärke mussten Hoteliers ihre Preise anzupassen, davon profitierten auch Schweizer Touristinnen und Touristen", sagt der gebürtige Urner, der seit sechs Jahren im Amt ist. "Aber diese Strategie funktioniert nicht überall."

"Wir haben mehr über Themen als über Orte kommuniziert", sagt Banholzer. "Die Idee ist es, eine Atmosphäre zu schaffen, die Genuss verschafft - wie Lebenslust, Natur, Festivals - die die verschiedenen Regionen des Kantons und die unterschiedlichen Akteure der Tourismusbranche zusammenbringt." Derzeit setzt der Waadtländer Tourismus auf zwei Kampagnen: Winter und Weintourismus.

Während der Sommersaison 2016 von Mai bis Oktober stieg die Zahl der Übernachtungen im Kanton Waadt um 3,4 Prozent auf 1,59 Millionen. Publikumsmagnete waren das Chaplin-Museum, das neue Nestlé-Museum zur 150-jährigen Geschichte des Nahrungsmittelkonzerns und das Montreux Jazz Festival.

Nur der Kanton Tessin wuchs mit 6,3 Prozent auf 1,63 Millionen Logiernächte noch stärker. Landesweit gingen die Übernachtungen im vergangenen Sommer um 0,2 Prozent auf knapp über 20 Millionen zurück.

(AWP)